Roboterassistierte Knie-OP
Moderne Technik unterstützt unsere Ärztinnen und Ärzte im MEDICLIN Waldkrankenhaus Bad Düben, u. a. bei einer Knie-OP.
Moderne Technik unterstützt unsere Ärztinnen und Ärzte im MEDICLIN Waldkrankenhaus Bad Düben, u. a. bei einer Knie-OP.
Bei einer Knieoperation zählt Präzision. Im MEDICLIN Waldkrankenhaus Bad Düben nutzen unsere Operateure deshalb einen OP-Roboter beim Einsatz künstlicher Kniegelenke. Der Roboter operiert nicht selbstständig. Für die Operation ist immer die Ärztin/der Arzt verantwortlich. Das System liefert zusätzliche Informationen und unterstützt, das künstliche Kniegelenk individuell zu planen und präzise einzusetzen.
Die ersten roboterassistierten Knieoperationen im MEDICLIN Waldkrankenhaus Bad Düben führt Michael Jalinski, Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie (Endoprothetik), durch.
Bei einer roboterassistierten Knie-OP legt der Operateur wie gewohnt selbst Hand an. Zusätzlich kommt ein technisches Assistenzsystem zum Einsatz. Während der Operation vermisst das System das Knie und erstellt ein dreidimensionales Modell des Kniegelenks. Anhand dieses Modells plant die Ärztin/der Arzt u. a. die Größe, Position und Ausrichtung des künstlichen Kniegelenks.
Wir prüfen die Vorschläge des Systems und passen sie bei Bedarf an die individuelle Anatomie des Patienten an.
| Das System vermisst das Knie | Nach dem Hautschnitt erfasst das System mit einer Infrarot-Kamera die genaue Position des Beins und vermisst den Knochen. Anders als bei anderen Verfahren ist dafür vor der Operation kein CT notwendig. |
|---|---|
| Ein individuelles 3D-Modell entsteht | Aus den erfassten Daten erstellt das System während der Operation ein dreidimensionales Modell des Kniegelenks. Das Modell bildet die individuelle Anatomie des Patienten ab und bildet die Grundlage für das weitere Vorgehen. |
| Wir planen das künstliche Kniegelenk | Auf Grundlage der Messungen schlägt das System Größe, Position und Ausrichtung des Implantats vor. Das Team prüft diese Vorschläge und entscheidet, wie das künstliche Kniegelenk tatsächlich positioniert wird. Bei Bedarf passen wir die Planung an die individuelle Anatomie des Patienten an. |
| Der Roboter unterstützt bei der Vorbereitung des Knochens | Damit die Prothese eingesetzt werden kann, muss der Knochen vorbereitet werden. Der Roboterarm unterstützt bei den notwendigen Sägeschnitten. Das System arbeitet jedoch nicht selbstständig: Der Roboterarm wird jederzeit von der Operateurin/vom Operateur geführt. |
| Wir kontrollieren das Ergebnis während der Operation | Während des gesamten Eingriffs überprüft das System u. a. die Bandspannung sowie den Beuge- und Streckspalt des Kniegelenks und informiert zusätzliche darüber, wie sich Veränderungen an der Position des Implantats auf das Knie auswirken. Bei Bedarf passen wir die Planung während der Operation an. |
Das robotergestützte System erweitert unsere Möglichkeiten bei der Planung und Durchführung des Eingriffs. Es ermöglicht:
Die Technik unterstützt die Erfahrung des Operateurs – sie ersetzt sie nicht.
Das System vermisst während der Operation das Knie und erstellt ein dreidimensionales Modell. Es unterstützt den Operateur bei der Planung und Positionierung des künstlichen Kniegelenks sowie bei der Vorbereitung des Knochens.
Nein. Der Eingriff wird vom Arzt durchgeführt. Der Roboter unterstützt ihn. Auch der Roboterarm wird vom Operateur geführt.
Unser ärztliches Team. Das System schlägt Größe, Position und Ausrichtung des Implantats vor.Wir prüfen diese Vorschläge und kann sie individuell verändern.
Nein. Das im MEDICLIN Waldkrankenhaus Bad Düben eingesetzte System erfasst die Anatomie des Kniegelenks während der Operation. Ein zusätzliches CT für die Operationsplanung ist deshalb nicht erforderlich.
Die ersten roboterassistierten Kniegelenkersatz-Operationen im Waldkrankenhaus Bad Düben führt Michael Jalinski durch. Er ist Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und auf Endoprothetik spezialisiert.